Auswärts-Schraubertage in Köln

Neuland e.V. und der dort genutzte Container gilt uns KölnerInnen als zentrale Begegnungs-­ und Wirkungsstätte. Doch versuchen wir in unserer Arbeit auch andere Orte einzubinden und außerhalb der regelmäßigen Schraubertage mit Bedürftigen in fahrradreparierenden Kontakt zu treten.

So können wir immer wieder die Fahrrad-­Selbsthilfewerkstatt in der Alten Feuerwache Köln­ Nippes nutzen, wo wir mit Flüchtlingen unter den fachkundigen Augen von Bernhard Fahrräder herrichten dürfen.

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Die Erstaufnahmeeinrichtung für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge in Köln ­Godorf hat im Winter 2015 sechs Fahrradspenden gesammelt. Die Räder konnten vor Ort mit mitgebrachtem Werkzeug und Ersatzteilen gemeinsam mit den dort lebenden Jugendlichen unter strahlendem Sonnenhimmel repariert werden und sind nun in gemeinschaftlicher Nutzung der Einrichtung.

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Der Rom e.V. hat im Sommer 2016 kurz vor Ferienbeginn geplant, mit einigen Kindern eine Radtour zu machen, die Räder haben sie selbst organisiert. Auch in dieser Zusammenarbeit sind wir mit Werkzeug und Ersatzteilen bepackt als Gäste vor Ort gewesen und haben mit Muso, der beim Rom e.V. als Übersetzer und Fahrer tätig ist, die sechs Kinderräder fit gemacht. Trotz einigen Schauern war es uns ein großes Vergnügen. Die Kids waren ebenfalls begeistert und hatten eine herrliche Radtour.

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IIm Herbst 2016 ergab sich sogleich die nächste Außenschrauberei für uns:
Herr Benedixen vom Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg hat uns im Rahmen eines Sponsorenlauf der SchülerInnen als Spendenempfänger angefragt. Um unseren Dank dafür zu zeigen, waren wir an dem Tag selbst vor Ort und haben einen Reparaturservice angeboten. 
Um die Schule und vor allem die dortigen Förderklassen kennenzulernen, sind wir zu einem zweiten Termin dort gewesen. Herr Benedixen führte uns herum und wir haben zur Feier einer sehr ordentlichen Spende mit dem Direktor, einigen KlassensprecherInnen und LehrerInnen bei Kaffee und Gebäck zusammen gesessen und uns ausgetauscht. Des Weiteren konnten wir vor Ort noch zwei Räder wieder fahrbar machen.
Ein weiterer Termin ist für Januar 2017 geplant.

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So möchte der Faradgang e.V. in Zusammenarbeit mit örtlichen SozialarbeiterInnen, Initiativen und Flüchtlingseinrichtungen auch zukünftig kommunikative, handlungsorientierte und lokale Ankommenstreffpunkte beleben und in überschaubarem Rahmen für selbstbestimmte Mobilität sorgen.



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